Die Oberschule (OBS) Hess. Oldendorf  ist eine teilweise gebundene Ganztagsschule.  Mit Beginn des Schuljahres 2016/17 wird diese Schule mit gymnasialem Angebot geführt  werden.

Der Übergang von der Grundschule in die OBS erfolgt wie bei den anderen weiterführenden Schulen auf der Grundlage des freien Elternwillens. Im fünften Jahrgang werden die Schülerinnen und Schüler jahrgangsbezogen unterrichtet, d.h. es findet für alle Kinder gemeinsamer Unterricht in den zuvor gebildeten Klassen statt. Auf eine äußere Differenzierung auf der Basis der individuellen Leistungsstärken der Kinder wird zu diesem Zeitpunkt verzichtet.

Im sechsten Jahrgang findet in den Hauptfächern Deutsch, Englisch und Mathematik  eine Differenzierung in G-, E– und Z-Kurse statt (Grund-, Ergänzungs- und  Zusatzkurse) statt. Kinder, die im siebten Schuljahr die Gymnasialklasse besuchen möchten, müssen zu Beginn des  sechsten Schuljahres mit dem Erlernen einer zweiten Fremdsprache beginnen.

Beim Übergang vom sechsten in den siebten Jahrgang entscheidet das jeweilige  Leistungsprofil eines  Kindes,  in welchem Zweig (Hauptschul-, Realschul- oder  Gymnasialzweig)  es den Bildungsweg fortsetzt. Organisatorisch unterliegt die Struktur des siebten und achten Jahrgangs  keinen Veränderungen. Die Klassenverbände sind stabil. Hervorzuheben ist jedoch, dass leistungsstarke Schülerinnen und Schüle in dieser  Phase mit einem entsprechenden Leistungsbild den Zweig wechseln können. Gleiches gilt für Schülerinnen und Schüler, die Schwierigkeiten haben, das Klassenziel zu erreichen. Hier besteht die Möglichkeit im Rahmen einer Querversetzung in den anderen Zweig, die Wiederholung, das „Sitzenbleiben“, zu vermeiden.

Im neunten und zehnten Jahrgang gibt es für den Gymnasialzweig weiterhin keine organisatorischen Veränderungen.  Schülerinnen und Schüler  des Realschulzweiges haben hier die Wahl, eines der Profile „Technik“, „Wirtschaft“ oder „Gesundheit und Soziales“ zur Vorbereitung auf den Besuch einer weiterführenden Schule im berufsbildenden Schulwesen (Fachoberschule, Berufliches Gymnasium) oder den Eintritt in eine berufliche Ausbildung zu wählen. Der Besuch dieser Profile  findet an einer der drei Berufsschulen in Hameln statt. Ausgenommen von diesem Angebot sind die Kinder des Realschulzweiges, die seit dem sechsten Schuljahr eine zweite Fremdsprache erlernen.

Um die Chancen der Jugendlichen des Hauptschulzweiges beim Übergang in die berufliche Ausbildung  zu erhöhen, nehmen diese Schülerinnen und Schüler im neunten und zehnten Jahrgang wöchentlich am zweitägigen Kooperationsunterricht an der Elisabeth-Selbert- oder der Eugen-Reintjes-Schule in Hameln teil. Dieser vermittelt Grundkenntnisse und Kompetenzen in den Bereichen „Technik“ sowie „Gesund und Soziales“.

Abschließend ist festzuhalten: Die OBS beinhaltet ein hohes Maß an horizontaler und vertikaler Durchlässigkeit. Kein Bildungsweg an dieser Schule stellt eine Sackgasse dar, denn in jedem der drei Zweige gibt es die Möglichkeit, den Hauptschulabschluss, den Sekundarabschluss I – Hauptschulabschluss, den Sekundarabschluss I – Realschulabschluss  oder den Erweiterten Sekundarabschluss I zu erreichen.

Da die OBS über keine Oberstufe verfügt, kann an dieser Schule kein Abitur abgelegt werden. Sofern diese Absicht nach dem zehnten Schuljahr  mit dem Erweiterten Sekundarabschluss I besteht, ist dafür ein Wechsel an ein allgemeinbildendes oder ein berufliches Gymnasium erforderlich, der dank einer guten Vorbereitung an der Hess. Oldendorfer Oberschule erfolgreich sein dürfte.