Konzeption des Faches Wirtschaft in der Oberschule – Hauptschulzweig

Mit dem 7. Schuljahr erweitert sich der Fächerkanon in der Oberschule um das Fach Wirtschaft/Berufsorientierung.

Ein Schwerpunkt des Faches Wirtschaft/Berufsorientierung ist es, die Schülerinnen und Schüler auf die Arbeits- und Wirtschaftswelt vorzubereiten, weil sie durch vielfältige wirtschaftliche und politische Sachverhalte beeinflusst werden.

Mit Beginn des Schuljahres 2004/05 ist der Anteil der beruflichen Orientierung zudem enorm verstärkt worden. Um die Schüler/-innen zu befähigen, eine begründete Berufswahlentscheidung zu treffen, hat die ehemalige Hauptschule begonnen, eng mit den berufsbildenden Schulen, den Betrieben der Region, der Berufsberatung, den Wirtschaftsverbänden und den Kammern zusammenzuarbeiten. Die Stärkung der Ausbildungs- und Berufsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler soll weiterhin an der Oberschule Hess. Oldendorf im berufsorientierten Zweig durch die Einbeziehung praxisorientierter Lernphasen in den Fachunterricht erreicht werden.

Maßnahmen zur beruflichen Orientierung sind Schülerbetriebspraktika, Betriebs- und Praxistage, berufspraktische Projekte, praxisorientierte Lernphasen innerhalb des Fachunterrichts und andere Lernangebote (s. u.), die der Sicherung der Ausbildungsfähigkeit dienen. Seit Beginn des Schuljahres 2011/12 nimmt der HS-Zweig mit dem 9. Jahrgang am Kooperationsunterricht mit den berufsbildenden Schulen in Hameln teil(siehe Kooperationsunterricht).

Zur Umsetzung der Berufsorientierungsmaßnahmen hat das niedersächsische Kultusministerium den zeitlichen Aufwand für den berufsorientierenden Unterricht an Oberschulen wesentlich erhöht. In Klasse 8 und 9 müssen 80 Tage berufsorientierende Maßnahmen durchgeführt werden. Das sind ca. 15 Wochen Berufskundeunterricht. Dabei kann in allen Fächern anteilig gekürzt werden.

Maßnahmen zur beruflichen Orientierung unserer Schülerinnen und Schüler können sein:

        • Betriebserkundungen in Forst- und Landwirtschaft, im Handwerk und in der Industrie
        • Erkundungstage am Arbeitsplatz der Eltern
        • Berufsberatung durch die Agentur für Arbeit
        • Besuche des Berufsinformationszentrums (BIZ)
        • Praxistage bzw. geblockt als Praxiswochen/ Werkstatttage
        • Betriebspraktika
        • Potenzialanalyse

Maßnahmen der berufsbildenden Schulen (BBS)

  • Kooperationsunterricht für die Jahrgänge 9 und 10
  • Hospitationen
  • Tage der offenen Tür
  • Schnuppertage

Maßnahmen und Besuche

  • der Handwerkskammer: Informationsveranstaltungen
  • der Ausbildungsmesse der Wirtschaftsjunioren Hameln-Pyrmont
  • der Industriemesse Hannover
  • der Infa Hannover
  • der Bundeswehr
  • Bewerbungstraining

JUMP-Module, z.B. Praktikumsreflexion

Expertengespräche (Ausbilder, Auszubildende, Arbeitnehmer, -geber u. a. im Unterricht)

Über diese Maßnahmen können die Schülerinnen und Schüler einen entsprechenden Nachweis (Berufswahlpass) führen. In diesem „Berufswahlpass“ sammeln die Schüler u. a. Bescheinigungen und Zertifikate sowie Arbeitsblätter, die der beruflichen Orientierung dienen.

Die Berufswegplanung ist eine gemeinsame Aufgabe der Schule und der Erziehungsberechtigten.

Dabei hat die Schule die Schüler/-innen sowie die Erziehungsberechtigen über Bildungswege in den berufsbildenden Schulen zu informieren.

Dies geschieht u. a. durch Hospitationen, Tage der offenen Tür, Elternsprechtage, Elternabende oder Einzelberatung (s.o.).

Die Erziehungsberechtigten sind über die mit dem Schulabschluss ihres Kindes verbundenen Berechtigungen zu unterrichten. Des Weiteren sind sie auf die Möglichkeit hinzuweisen, dass alle allgemein bildenden Schulabschlüsse auch in den berufsbildenden Schulen erworben werden können.

Die Erziehungsberechtigten sollten sich andererseits aber auch verpflichtet fühlen, unbedingt vor Entscheidungen, die sie in Bezug auf den Bildungsweg ihrer Kinder treffen, die Möglichkeit von Sprechstunden, Sprechnachmittagen und Elternabenden wahrzunehmen. Nur so kann die Berufswegplanung als gemeinsame Aufgabe verstanden werden!

Deshalb:

Liebe Eltern, liebe Leser dieser Homepage!

    • Helfen Sie uns, diese Anforderungen zu erfüllen.
    • Für Vorschläge und Einladungen, die der Berufsorientierung dienen, (für jede finanzielle und materielle Hilfe) sind wir dankbar, denn sie bringen uns unserem Ziel näher, unsere Jugendlichen auf die Berufswelt vorzubereiten und ihre Ausbildungs- und Berufsfähigkeit zu stärken.
    • Nur auf diesem Weg haben unsere Schülerinnen und Schüler im Wettbewerb um die guten Ausbildungsstellen eine größere Chance.